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Toxoplasmose und Listeriose - wie lassen sie sich vermeiden?

Sehr interessanter Artikel von www.was-wir-essen.de !!!


In der Schwangerschaft sollten Sie sich besonders gut vor Lebensmittelinfektionen schützen, denn bestimmte Erkrankungen können dem ungeborenen Kind schaden. Die wichtigste Lebensmittelempfehlung lautet: Essen Sie keine rohen Lebensmittel vom Tier, vor allem keine Produkte aus Rohmilch und keine unerhitzten Eier sowie kein rohes Fleisch und keinen rohen Fisch! Auch die Küchen- und Händehygiene ist wichtig.

 








Welche Lebensmittelinfektionen sind für Schwangere problematisch?


Es handelt sich um Toxoplasmose und Listeriose. Toxoplasmose wird durch Parasiten hervorgerufen, Listeriose durch Bakterien, den so genannten Listerien. Beide Infektionen treten zwar selten auf, die Folgen für das Kind können jedoch schwerwiegend sein. Bei rund 700.000 Geburten pro Jahr in Deutschland registriert das Robert Koch-Institut (RKI) etwa 50 Fälle mit Komplikationen durch Toxoplasmose und Listeriose. Da wahrscheinlich nicht alle Erkrankungen gemeldet werden, ist nicht bekannt, wie hoch die Dunkelziffer ist.
Schwangere steht am Herd und probiert Essen
Foto: © Leah-Anne Thompson / Fotolia.de

 



Was sind Toxoplasmoseerreger und wo kommen sie vor?




Toxoplasmoseerreger sind Parasiten, die in erster Linie durch Kot von infizierten Katzen übertragen werden. Über den Katzenkot können die Erreger aber auch auf pflanzliche Lebensmittel (z. B. Blattsalat, Beeren) oder über Tierfutter in das Fleisch von Masttieren gelangen, wo sie lebensfähige Dauerformen bilden können. Toxoplasmose kann nur gefährlich werden, wenn sie in der Schwangerschaft das erste Mal auftritt; denn dann verfügt die Immunabwehr der Mutter noch nicht über Antikörper und die Erkrankung kann auf das Baby im Mutterleib übergehen. Liegen bereits Antikörper vor, sind Schwangere und ihr ungeborenes Kind geschützt.Eine Toxoplasmose zeigt sich meistens durch grippeähnliche Beschwerden und Schwellungen der Lymphknoten insbesondere im Halsbereich, kann aber auch weitgehend ohne Symptome verlaufen. Normalerweise wird zu Beginn der Schwangerschaft ein Test auf Toxoplasmose-Antikörper durchgeführt. Das Robert Koch-Institut (RKI) empfiehlt, diesen Test alle 8-10 Wochen zu wiederholen. Sollte dabei eine Neuinfektion erkannt werden, können therapeutische Maßnahmen eingeleitet werden.

 

Was sind Listerien und wo kommen sie vor?


Listerien sind Bakterien, die praktisch überall zu finden sind, aber hauptsächlich durch Rohmilch und rohes Fleisch sowie durch leicht verderbliche Lebensmittel wie Räucherfisch, bestimmte Wurstwaren, Weichkäse und vorgefertigte Salate übertragen werden. Die Erkrankung äußert sich durch Symptome eines grippalen Infektes wie mäßiges Fieber (> 38 °C), Schüttelfrost, Abgeschlagenheit, Kopf- und Gliederschmerzen. Auch Symptome einer Magen-Darm-Infektion sind möglich.

Listerien können bei der Gewinnung (also z. B. beim Melken oder Schlachten) oder bei der Verarbeitung in Lebensmittel gelangen. Dies kann aber auch bei geöffneten Verpackungen im Haushalt durch unhygienische Handhabung passieren, insbesondere bei leicht verderblichen Lebensmitteln wie Sahne, Frischkäse, Feinkostsalaten und Fleischerzeugnissen. In pflanzlichen Lebensmitteln kommen Listerien selten in größeren Mengen vor, gelegentlich befinden sie sich auf der Oberfläche von Frischgemüse, vor allem auf Kopfsalat oder in vorgeschnittenen Salaten.

 

Wie Sie sich vor Listerien und Toxoplasmoseerregern schützen können


Listerien und Toxoplasmoseerreger werden durch Temperaturen über 70 °C abgetötet. Voraussetzung ist, dass das Innere des Lebensmittels für mindestens zwei Minuten auf 70 °C erhitzt wird. Dies ist bei industriellen Erhitzungsverfahren wie dem Pasteurisieren oder Sterilisieren gewährleistet. Deshalb sind Listerien und Toxoplasmoseerreger in wärmebehandelten (z. B. pasteurisierten) Milchprodukten und in frisch erhitzten Fleisch- und Wurstwaren wie Brüh- und Kochwürsten nicht mehr vorhanden.

Im Haushalt sollte beim Kochen, Backen und Braten das Innere des Lebensmittels ebenfalls auf mindestens 70 °C erhitzt werden. Kontrollieren Sie dicke Fleischstücke mit einem Bratenthermometer, das für einen geringen Betrag im Fachhandel erhältlich ist. Als Faustregel gilt: Durcherhitztes Fleisch ist auch im Inneren grau und nicht mehr rosa. Der Fleischsaft, der beim Schneiden austritt, ist dann farblos und klar.







Parmesanstück mit Reibe
Parmesan ist lange gereift und daher für Schwangere unproblematisch. (Foto: © Liz Van Steenburgh / Fotolia.de)
Auch lang gereifter Hartkäse wie Appenzeller, Emmentaler, Bergkäse oder Parmesan enthält aufgrund seiner Reifezeit in der Regel keine Listerien mehr, selbst wenn der Käse aus Rohmilch hergestellt wurde. Da sich die Bakterien jedoch bei jedem Käse auf der Rinde ansiedeln können, sollte die Rinde grundsätzlich entfernt werden.

Zum Schutz vor Toxoplasmose und Listeriose sollten Schwangere folgende Empfehlungen beachten:

 

Milchprodukte und Käse



  • Milch und Milchprodukte aus pasteurisierter beziehungsweise wärmebehandelter Milch sind die richtige Wahl. Nach dem Öffnen sollten sie innerhalb von 2-3 Tagen verbraucht werden.

  • Verzichten Sie auf Milch und Milchprodukte aus Rohmilch, mit Ausnahme von lang gereiftem Hartkäse. Sie erkennen Rohmilchprodukte daran, dass auf dem Etikett der Hinweis "mit Rohmilch hergestellt" steht. Wenn Sie diesen Hinweis nicht auf der Verpackung finden, wurde die Milch wärmebehandelt. Fragen Sie bei unverpackten Käsesorten vorsichtshalber nach.

  • Kaufen Sie Käse möglichst am Stück oder lassen Sie sich kleine Mengen frisch aufschneiden. Kaufen Sie fertig verpackten Käseaufschnitt nur in kleinen Mengen und weit vor Ablauf der Mindesthaltbarkeitsfrist. Lagern Sie Käseaufschnitt bei 4-6 °C im Kühlschrank und verbrauchen Sie ihn in 2-3 Tagen.

  • Verzichten Sie auf Schnittkäse, der mit der Beschriftung "aus Rohmilch" gekennzeichnet ist. Schnittkäse sind zum Beispiel Gouda, Esrom oder Butterkäse. Handelsüblicher Käse wird jedoch meistens aus pasteurisierter Milch hergestellt.

  • Meiden Sie Käse mit Oberflächenschmiere wie Limburger, Münster, Tilsiter und Sauermilchkäse wie Harzer Roller und Handkäse.

  • Meiden Sie Weichkäse, auch dann, wenn er aus pasteurisierter Milch ist. Weichkäse sind zum Beispiel Camembert und Brie.

  • Entfernen Sie die Rinde bei allen Käsesorten.

  • Falls Sie Reibekäse verwenden möchten, dann reiben Sie diesen direkt vor dem Verzehr selbst. Verzichten Sie auf vorgefertigten Reibekäse.



Autorinnen: Dr. Maike Groeneveld und Gesa Maschkowski, Bonn

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