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Odenwälder Frühstückskäse g.U.

Odenwälder Frühstückskäse g.U.




Urheber: Brubacker / Lizenz: CC-by-sa 2.0/de

Der Odenwälder Handkäse – als Odenwälder Frühstückskäse herkunftsrechtlich geschützt – ist ein Weichkäse mit Rotkultur, der nur im hessischen Odenwald produziert wird.


Die Bezeichnung „Handkäse“ kommt von der traditionellen Herstellungsweise, bei der der Käse mit der Hand geformt wird. Im Gegensatz zum herkömmlichen Handkäse ist der Odenwälder Handkäse kein Sauermilchkäse, sondern wird in einem aufwändigeren Verfahren durch Dicklegung von frischer Kuhmilch mit Hilfe des Kälberenzyms Lab hergestellt. Es handelt sich also um einen Weichkäse, der mit CamembertWein- und Münsterkäse sowie Romadurverwandt ist. Dies hat einen weniger „strengen“ Geruch zur Folge, während ein kräftiger Geschmack dennoch vorhanden ist. Er reift 14 Tage.


Während diese Käseart früher noch von mehreren Molkereien im Odenwald hergestellt wurde, ist heute nur mehr die Molkerei Hüttenthal in Mossautal verblieben, deren traditionelles Absatzgebiet sich auf den Umkreis von ca. 80 km beschränkt. Um die regionale Spezialität zu bewahren, wurde 1997 die geschützte Ursprungsbezeichnung (g. U.) unter dem Namen „Odenwälder Frühstückskäse“ bei der EU beantragt. Der geschützte Name rührt von der früheren Tradition, nach der der Käse nach dem morgendlichen Melken zur Frühstücksvesper verzehrt wurde.


Auch der Odenwälder Handkäse wird in Wirtshäusern der Region wie in Südhessen als „Handkäs mit Musik“ angeboten.




Urheber: Autoren / Lizenz: CC-by-sa-3.0

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